Es macht die Runde

Ich bin umgeben von dicken Menschen und von dünnen Menschen. Nur das Dicksein scheint ansteckend …

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Leserkritik

»Reißt mich nicht vom Hocker. Die Geschichten sind ja immer gleich. Am Ende ist einer tot.« – »Stimmt, das bin ich!«

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Kurzfilm

Ein Mann sitzt auf einer Hollywoodschaukel. Während er müßig hin- und herschwingt, ist er umgeben von feiernden Freunden. Langsame Überblende. Die Feiernden verschwinden einer nach dem anderen, bis der Garten leer ist. Nur die Katze bleibt übrig, sie schleicht über den Rasen, unter den Augen des Mannes. Wieder eine Überblende, und dann ist auch die Katze weg. Der Mann starrt ins Leere. Die Schaukel hält an. Und aus.

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GEGEN UNENDLICH – Phantastische Geschichten

Christian Weis

Das Magazin GEGEN UNENDLICH – PHANTASTISCHE GESCHICHTEN, herausgegeben von Michael J. Awe, Andreas Fieberg und Joachim Pack, hat es inzwischen auf 11 Ausgaben gebracht (eigentlich sogar auf 12, wenn man die Gratis-Sondernummer zum Einstieg mitrechnet). Bislang gab es GEGEN UNENDLICH ausschließlich als eBook, aber das wird sich nun ändern. Zum einen werden die alten Ausgaben nach und nach auch als Taschenbücher aufgelegt. gegen-unendlich-anthologieUnd zum anderen gibt es einen Sammelband mit einer Auswahl der bisher veröffentlichten Storys, der gerade bei p.machinery in der Reihe AndroSF, einer Kooperation zwischen dem Verlag und dem SFCD (Science Fiction Club Deutschland e.V.), als Taschenbuch erschienen ist.

Enthalten ist auch meine Story Das Blockhaus aus GEGEN UNENDLICH 3. Es handelt sich um eine Geschichte, die ich selbst am ehesten der Weird Fiction zuordnen würde: Ein Mann verirrt sich im Schneegestöber in einem abgelegenen Waldstück und erlebt sein blaues Wunder, als er versucht, aus dem seltsamen…

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Der beste Zeitpunkt, um mit dem Schreiben zu beginnen, ist jetzt

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Eine Mail in Sachen deutschsprachige SF

Gedankensprünge

sdw In der Rubrik »Future III« veröffentlicht »Spektrum der Wissenschaft« kurze SF-Geschichten.

Heute habe ich in Sachen deutschprachige Science-Fiction eine E-Mail an Prof. Dr. Carsten Könneker, den Chefredakteur des Magazins »Spektrum der Wissenschaft«, geschrieben. SdW veröffentlicht einmal im Monat nicht nur äußerst kompetent geschriebene journalistische und Fachartikel über aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen und Forschungsergebnisse, sondern als »Rausschmeißer« in der Rubrik »Future III« immer eine kurze SF-Geschichte (ca. 900 Wörter). Es handelt sich dabei aber stets um Übersetzungen von Storys, die im britischen Wissenschaftsmagazin »Nature« veröffentlicht wurden.

Ich habe die SdW-Redaktion darauf aufmerksam gemacht, dass es auch deutschsprachige SF-Autoren gibt und es der Rubrik »Future III« nicht schlecht täte, wenn dort neben den überwiegend US-amerikanischen Storys auch hin und wieder ein deutschsprachiges Original erscheinen würde. Ich bin gespannt auf die Antwort.

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Bondage

Shades of Grey? Ich lass mich lieber von guter Literatur fesseln.

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Schluck!

»Wasser hat ein Gedächtnis«, sagen die Homöopathen. Dann möchte ich nicht wissen, woran sich das Wasser erinnert, das aus dem Klärwerk kommt!

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Am Anfang war das Wort. Und nicht das Bild.

»Wenn ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, zeigt das nicht die Macht der Bilder, sondern die Erbärmlichkeit eurer Sprache.«

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Neulich im Lapidarium XX

»Schrecklicher Verdacht: Meine Geliebte und meine Frau sind ein und dieselbe Person! Ich sehe sie nämlich niemals zusammen in einem Raum …«

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Heterolog

Welche Ironie: Das Wort BUCHSTÄBLICH ist eine Metapher.

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Wo bleibt Furgeson?

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»Am Anfang, da war Aristoteles,
und ruhende Objekte neigten dazu, weiter zu ruhen,
und bewegte Objekte neigten dazu, zur Ruhe zu kommen,
und bald kamen alle Objekte zur Ruhe,
und Gott sah, daß dies langweilig war.

Dann erschuf Gott Newton,
und ruhende Objekte neigten dazu, weiter zu ruhen,
aber bewegte Objekte neigten dazu, in Bewegung zu bleiben,
und Energie wurde erhalten, und Bewegung wurde erhalten,
und Materie wurde erhalten,
und Gott sah, daß dies konservativ war.

Dann erschuf Gott Einstein,
und alles war relativ,
und schnelle Objekte wurden kurz,
und gerade Objekte wurden gekrümmt,
und das Universum war voller Trägheitsmomente,
und Gott sah, daß dies relativ allgemein,
einiges aber speziell relativ war.

Dann erschuf Gott Bohr,
und da war das Prinzip,
und das Prinzip war das Quant,
und alle Objekte wurden quantifiziert,
aber einige Objekte waren immer noch relativ,
und Gott sah, daß dies verwirrend war.

Dann wollte Gott Furgeson erschaffen,
und Furgeson hätte vereinheitlicht,
und er hätte eine Theorie ins Feld geführt,
und alles wäre eins gewesen,
aber es war der siebte Tag,
und Gott ruhte,
und ruhende Objekte neigten dazu, weiter zu ruhen.«

Tim Joseph (Science-fiction-Autor, arbeitet an der Cornell-Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York)

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