Grenzgeschwindigkeit, Teil 2


goedel_einsteinWenn wir über das Licht reden, reden wir auch über die Zeit, beide Phänomene sind nicht voneinander zu trennen.
Im Augenblick komme ich mir vor wie »Der Erfinder«, gespielt von Bruno Ganz im gleichnamigen Film von Kurt Gloor, mit dem er allen Phantasten ein Denkmal setzte, die einen guten Gedanken zur falschen Zeit hatten. Meinen »guten Gedanken« hat kein Geringerer als Kurt Gödel bereits vor über einem Jahrhundert vorweggenommen. Er konfrontierte Einstein mit dem Beweis, »daß es in jedem Universum, daß sich mittels der Relativitätstheorie beschreiben läßt, keine Zeit gibt«. Einstein verzweifelte über dem Versuch, diesen Satz zu widerlegen. Es gelang ihm nicht, und die Sache fiel unter den Tisch. Auf diese Geschichte stieß mich ein glücklicher Zufall (Serendipity, Serendipity!), als ich ohne etwas Bestimmtes zu suchen durch die Auslagen in der Buchhandlung meines Vertrauens stöberte. Das Buch, das mir dabei in die Hände fiel, stammt von Palle Yourgrau, Professor für Philosophie an der Brandeis University (USA), und trägt den Titel »Gödel, Einstein und die Folgen. Vermächtnis einer ungewöhnlichen Freundschaft«. Gesehen, gekauft! Ich brenne darauf, es zu lesen.

Advertisements

Über Lennek

Richard Lennek (* 1925 in Wattenscheid-Höntrop, † 1983 in Essen), Sternengucker, Hobbydichter und leidenschaftlicher Sammler von Kuriosa. Nach Notabitur und Astronomie-Studium zeitlebens an der Sternwarte Bochum angestellt.
Dieser Beitrag wurde unter Löschpapier, Wörter und Widerworte abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Grenzgeschwindigkeit, Teil 2

  1. jlomez schreibt:

    Im Quantenuniversium gibt es keine Zeit. Vielleicht könnte das der Grund sein, weshalb – aus unserer Perspektive – dort zwei Zustände eines Teilchens »gleichzeitig« auftreten können?

    • Lennek schreibt:

      Interessanter Ansatz! Allzu leicht wird nämlich vergessen, daß wir uns im Makrokosmos befinden, wenn wir Ereignisse des Mikrokosmos beobachten. Das Überschreiten der Grenze zwischen den beiden Welten ist möglicherweise Ursache unerklärlicher oder paradoxer Effekte.

Eigenen Senf dazugeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s